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Metallis: ein schnell wachsendes internationales Metall- und Recyclingunternehmen im Interview

Steel coilKantox hat mit Humayun Sheikh, dem CEO der Metallis Group gesprochen. Das schnell wachsende Unternehmen ist im Metallhandel und Recycling tätig und ist auf internationale Geschäfte angewiesen, um sein schnelles Wachstum beizubehalten.

Wie haben Sie angefangen und wie konnten Sie so schnell wachsen?

Wir haben mit dem Metallhandel angefangen und später einige Recyclinganlagen erworben, also begannen unsere Tätigkeit im Exportgeschäft und starteten dann mit dem Recycling durch.

Sie sind in vielen unterschiedlichen Bereichen tätig, von Stahl bis zu seltenen Mineralien. Wie vereinbaren Sie Ihre Produktion mit der weltweiten Nachfrage?  

Je breiter man unternehmerisch aufgestellt ist, desto agiler ist man. Das ist die Stärke unseres Geschäfts und so haben wir es geschafft, so schnell zu wachsen. Vor zwei Jahren haben wir bei null angefangen, heute sind wir international tätig. Anfangs waren wir einfach ATL, dann erwarben wir weitere Geschäfte und konnten in den letzten zwei Jahren unseren Gewinn von 1 Mio. Pfund auf aktuelle 55 Mio. Pfund steigern. Das größte Hindernis, mit dem wir anfangs zu kämpfen hatten, war Kredite zu bekommen. Das ist eine echte Herausforderung für Start-ups, die bei null beginnen. Wir haben uns etwas stärker auf den Servicebereich konzentriert, in diesem Aspekt sind wir sehr wettbewerbsfähig. Wir bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Schrottmarkt für Stahl befindet sich im Abschwung. Wie abhängig sind Sie vom Baugewerbe und von China und wie wichtig ist Marktdiversifizierung für Sie?

Unser Geschäft hängt recht stark vom Baugewerbe ab, ich sehe dort jedoch Wachstum, wenn auch ein moderates in Europa. Wir arbeiten uns deshalb in andere Märkte wie Indien und Pakistan vor. China wächst weiterhin, allerdings nicht mehr so schnell.

Warum haben Sie das Recycling vom Stahlgeschäft getrennt und warum investieren Sie so stark in die Altmetallverarbeitung, obwohl sich dieser Markt im Abschwung befindet?

ATL wird schon bald vom Export- und vom lokalen Markt verschwinden, denn wir werden alles unter Metallis weiterführen. Deshalb befinden wir uns momentan in einer Übergangsphase. ATL werden wir als Führungsgesellschaft halten. Wir entwickeln unsere eigene Software für die Rohstoffbranche, wir arbeiten an neuen, alternativen Wegen des Recyclings und betreiben Forschung. Technologie ist äußerst wichtig für uns. Wir sehen uns als Vorreiter bei der Veränderung der Branche. Wir wollen ein Unternehmen werden, das für den gesamten Prozess verantwortlich ist, vom Rohstoff über das Recycling bis zur Herstellung des Endprodukts. Wir handeln auch mit seltenen Mineralien, dies ist jedoch kein Kerngeschäft.

Trotz des allgemeinen Rückgangs in der Branche sind Sie unglaublich schnell gewachsen. Welchen Ratschlag können Sie aus Ihrer Erfahrung für eine erfolgreiche Expansion geben?

Man muss agil und anpassungsfähig sein, man muss unternehmerisch denken, also sich auf schwierige Marktsituationen einstellen können. Als wir starteten, rechneten wir nicht damit, dass es so hart werden würde, doch so war es, und entweder man findet eine flexible Lösung oder man versagt. Man muss Unternehmer- und Innovationsgeist zeigen. Das ist es, was wir tun.

Für weitere Informationen, wie eine effiziente Währungsstrategie Metallis’ beeindruckendes Wachstum gefördert hat, klicken Sie auf das Bild unten.